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Erz-Seifen und exogene Gold-Vorkommen

Durch verschiedene Prozesse können sich direkt an der Erdoberfläche Lagerstätten bilden. Nachfolgend werden die drei wichtigsten Typen von exogenen Gold-Vorkommen vorgestellt.

Verwitterungslagerstätten

Gesteine, die durch Hebung und Freilegung den physikalischen und chemischen Angriffe der Oberfläche ausgesetzt sind, beginnen zu verwittern. Wichtige Verwitterungs-Prozesse sind: Hitze-Kälte-Sprengung, Exfoliation, Wurzel-Sprengung, Bioerosion und chemische Verwitterung durch atmosphärogene oder biogene Säuren. Entsprechend ihrer Resistenz widerstehen die verschiedenen Mineralien und Erze eines Gesteins diesen Prozessen oder werden umgewandelt.

Residual-Lagerstätten & Seifen

Frostsprenung

Zu diesem Lagerstätten-Typ gehören eine Reihe wichtiger Lagerstätten. Residual-Seifen entstehen direkt oberhalb des Aufschlusses einer Lagerstätte durch Verwitterung der weniger resistenten Bestandteile und der damit verbundenen Anreicherung der Erzminerale. Wichtige Phosphat- und Gold-Vorkommen gehören zu diesem Lagerstätten-Typus.
Am Eisenberg in Waldeck-Frankenberg, finden sich direkt in über der Gold-Lagerstätte kleine Seifen mit Goldflittern. Durch Bergbau wurde dort das goldhaltige Erz unter Tage abgebaut, während über Tage Goldwäscher das Edelmetall aus den Sedimenten wuschen.

Mit der oben genannten Lagerstätte sind lateritische Erzvorkommen vergleichbar (Laterite). Diese entstehen durch großflächige Verwitterung von Gesteinen unter Bodenbildung. Besonders bekannt sind die Bauxit-Laterite, die sich in tropischen Gebieten wie Indien oder Afrika finden. Durch tiefgründige Verwitterung und Lösung von Silikat sind Aluminiumoxide angereichert.

Diese exogenen Goldlagerstätten wie die Boddington-Bauxit-Mine in Australien haben zwar geringe Au-Gehalte (<2ppm), jedoch können Böden mit geringem Aufwand in großen Mengen abgebaut werden.

Eiserner Hut oder dezendente Anreicherung

Erz-Lagerstätten, die an der Oberfläche ausstreichen, unterliegen dem Einfluss von Regenwasser und anderen Oberflächen-Wässern. Sie dringen in die Lagerstätte von oben ein und reagieren mit den Erzen unter Bildung einer sauren Lösung.

Für Verwitterung anfällige Erze werden gelöst und erst in größerer Tiefe unter den reduzierenden Bedingungen des Grundwassers wieder ausgefällt (dezendente Anreicherung).

Dort werden sekundäre Mineralparagenesen angereichert. Im Prinzip entsteht eine galvanische Zelle mit einem elektrischen Stromfluss.

Gering lösliche Erze bleiben im Bereich des Ausbiss zurück und bilden den Eisernen Hut der Lagerstätte. Hier finden sich neben verschiedenen Eisenerzen auch Münzmetalle und Manganoxide.

In den vergangenen Jahrhunderten war der Eiserne Hut ein wichtiges Merkmal bei der Prospektion. Den frühen Mönchen muss dieses Phänomen auch schon bekannt gewesen sein, da sich viele Klöster und Einsiedeleien direkt auf dem Ausbiss von solchen Lagerstätten finden.

Erz-Seifen - exogene Gold-Vorkommen & Laterite

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